Island Reise im Sommer

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Eine ornithologische Foto- und Erlebnisreise - Individuell geplant Rund um Island

Seit einigen Tagen sind wir gemeinsam unterwegs und haben unsere spannende, individuelle Reiseroute Rund um Island für die nächsten 4 Wochen in Angriff genommen. Bei  strahlendem Sonnenschein sind wir in Reykjavik gestartet und haben über den wunderschönen Hvalfjord unser erstes großes Ziel mit der Halbinsel Snaefellsnes angesteuert.

Der Sommer ist warm in Island, und schon an den ersten Tagen zeigte sich Islands wunderschöne Pflanzenwelt in voller Blüte unter blauem Himmel. Bereits auf den kleinen Stopps im Hvalfjord entdeckten wir viele der häufigsten Vertreter der Landvogelarten Islands. Fleißig bewachten Austernfischer, Sandregenpfeifer, Rotschenkel  und Brachvogel ihre Nester und Reviere. Die Vögel beobachten und fotografieren, so erkundeten wir  an einem Wasserfall in der Nähe des Glymor unsere Umgebung.

Am Nachmittag erreichten wir Borganes, besuchten ein gemütliches Kaffee, schlenderten durch den Ort und kauften für die nächsten Tage ein.

Bei der Weiterfahrt präsentierte sich die Halbinsel Snaefellsnes wunderschön mit traumhafter Sicht auf den Gletscher Snaefellsnesjökull.  In der Nacht tauchte die Mitternachtssonne die Landschaft um unser schönes Quartier immer weiter in wunderschöne warme Gelb-und Rottöne und wir entdeckten zwischen den rassigen Islandpferden eine schöne rost-rotbraune Uferschnepfe im Abendrot zur Mitternacht. Ein schöner Einstieg in unsere Reise.

Am nächsten Morgen brachen wir auf und besuchten die Südküste der Halbinsel Snaefellsnes. Wir unternahmen kleinere Stopps und erkundeten das Terrain links und rechts unserer spannenden Route. Als wir ein dicht mit Moos bewachsenes Lavafeld erreichten, machten wir es uns im weichen und warmen Zacken-Mützen-Moos gemütlich und genossen entspannt die Sonne. Die einen legten ein kurzes Nickerchen ein, während andere das Lavafeld fotografisch erkundeten.

In Arnastapi angekommen bewunderten wir zunächst die eindrucksvollen Basalt-Formationen an der Steilküste, bevor wir gemeinsam zu einer Wanderung aufbrachen. Mantelmöwen mit ihren Jungen, Eissturmtaucher in ihrer Kolonie, sowie einige Dreizehen-Möwen faszinierten uns mit ihren Flugkünsten.

In Hellnar angekommen entdeckten wir  einen kleinen See mit Hunderten von Küstenseeschwalben, die uns ausnahmsweise nicht mit Scheinangriffen bedrängten, sondern friedlich badeten. Es war ein herrlicher Tag, der später am Abend mit einem ausgezeichneten Essen abgerundet wurde. 

Am folgenden Tag widmeten wir uns dem nördlichen Teil der Insel und besuchten die kleinen Orte und Städtchen entlang der Küste und trotz des diesigen und windigen Wetters unternahmen wir eine kleine Wanderung an die Küste. An einer kleinen Kirche im Nordwesten der Halbinsel Snaefellsnes genossen wir einen grandiosen Ausblick auf unsere Umgebung und fotografierten über den riesigen  blauen Lupinenfeldern aufgeregte Seeschwalben, die uns  mit Sturzattacken aus Ihrem Nestrevier vertreiben wollten. Weiße, gut ausgeleuchtete Seeschwalben, graue Wolken und blau-violette Lupinenfelder ergaben eine fantastische Situation! Nach dem weiteren Erkunden des nördlichen Teils der Halbinsel Snaefellsnes begaben wir uns zufrieden zurück ins Quartier und genossen ein wieder köstliches Essen.

Für unsere Weiterreise in die Westfjorde Islands entschlossen wir uns die spätere Fähre zu nehmen, um noch ein wenig mehr von Snaefellsnes zu erkunden. Während eine Schmarotzerraubmöwe von wütenden Seeschwalben vertrieben wurde,  genossen wir einen Strandspaziergang und konnten zwei neugierige Kegelrobben beobachten.