Die Lofoten in Norwegen

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Die Lofoten in Norwegen

Die Lofoten im Winter besuchen wir entlang der Hauptinseln und der Europa Straße 10. Es stehen die Inseln – von Ost nach West – Austvagoy, Gimsoy, Vestvagoya, Flakstadoya, Skarisoy und Moskens auf fest in unserem Winterprogramm.

Lofoten kann frei mit „Luchspfote“ übersetzt werden und auch bildlich betrachtet reichen die Lofoten vom norwegischen Festland aufgesehen wie eine ausgestreckte Pfote ins Meer hinaus. Gerade dies ist das Besondere der Lofoten. 

Charakteristisch für die Lofoten sind die steil aus dem Meer heraus aufsteigenden Granitberge, die die Inselwelt vor allem auch im Winter für Fotografen und Besucher interessant macht.

Die Lofoten bestehen aus mehreren Inseln, neben den oben erwähnten Hauptinseln liegen die nur mit dem Schiff erreichbaren Inseln Vaeroy und Roest am weitesten draußen im Meer. 

Die Inseln der Vesteralen und der Lofoten bilden eine Kette die ca. 150 km weit ins Nordpolarmeer hineinreicht. Die Lofoten liegen knapp 300 km nördlich des Polarkreises, jedoch Dank der Westwind-drift und des Golfstroms herrschen auf den Lofoten im Winter milde Temperaturen vor. Die tiefste im Februar gemessen Temperatur lag bei gut -15°C. Zu dieser Jahreszeit herrschen auf demselben Breitengrad nur etwas weiter östlich in Richtung Festland deutlich tiefer Temperaturen, die den Aufenthalt im Freien durchaus anstrengend gestalten können. Die Lofoten bieten im Winter Temperaturen um die durchschnittlich -1°C.

Die Nähe zwischen Bergen und Meer sowie die Ursprünglichkeit der Landschaft ziehen Besucher wie Einheimische gleichermaßen in Ihren Bann. Die Lofoten können mit beindruckenden Zahlen aufwarten: Geologisch betrachtet treten hier vor allem im westlichsten Teil gut 2,5 Mrd. Jahre alte Gesteine zu Tage und die Lofoten blicken daher auf ein bewegte geologische Geschichte zurück die bis zu der Zeit des Superkontinents Pangaea zurückreicht. 

Historisch betrachtet reicht die Besiedlungsgeschichte, trotz der geographischen Lage hoch im Norden, auf nachweislich gut ca. 6000 Jahre zurück. So sind z.B. auf der Insel Vestvagoya Besiedlungspuren gefunden worden, die auf eine dichte Besiedelung vor rund 3000 Jahren hinweisen. Diese entstammen damit einer Zeit weit vor den Wikingern liegt. Gut dokumentiert ist die Wikinger Vergangenheit, die bis heute in Tradition und Kultur nachhallt. Bei einem Besuch des in Borg gefunden und mit Abstand größten Wikinger Langhaus Norwegens erfährt man viel über die jüngere kulturelle Vergangenheit der Lofoten. Das Wikingerlanghaus wurde um 870 aufgegeben. Die lokalen Herrscher verließen auf Grund der veränderten politischen Situation in Norwegen Borg. Das ca. 500 n. Chr. erbaute und im 7 Jahrhundert noch vergrößerte Sitz musste aufgegeben werden; dies geschah friedlich. Der letzte Wikinger Fürst in Borg Olav Tvennbrunni wird in der Saga der Landnahme (isl. Landnámabók) erwähnt und bewirtschaftete fortan mit seiner Familie die Farm Olafsvellir in Skeid zwischen den Flüßen Hvítá und Thjórsá. Auch Historisch gibt es also neben vielen eindrucksvollen Fotolocations auf den Lofoten viel zu entdecken.

Die Lofoten Inseln bieten so das ganze Jahr über interessierten Besuchern vielfältige Möglichkeiten und Schwerpunkte auf der Reise. Als Fotograf und Naturliebhaber bereise ich die Lofoten am liebsten im Winter und erlebe gemeinsame mit den Teilnehmern die atemberaubende Schönheit der Landschaften in spannenden Wetterwechseln. Als Highlight warten nachts die Polarlichter auf den winterlichen Lofoten auf so dass wir in wunderschönen Landschaften auch nachts einzigartige und sehr arktische Motive finden.