Angekommen auf den Lofoten im Winter

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Stürmischer Start auf den Lofoten

An ersten Reisetage besuchten wir Austvagoy und erschlossen uns die Region Laukvik und Grunnfor im Norden der Lofoten Insel. Der Tag zeigte nur wenig Farben und die Landschaften erschienen uns im weiß grauen Gewand in dem auch jeder noch so kleiner Farbtupfer leuchtend auffiel. Wir genoßen winterliche die Küstenlandschaft und erkundeten die Umgebung zum im gemächlichen Reisetempo. Es zeichnete sich bereits deutlich das Wetter der nächten Tage statt, aber das es so heftig ausfiel wurde uns erst am nächsten Tag klar.

Der Morgen begrüßte bereits mit dichtem Schneefall am zweiten Reisetag. Die Wetterprognosen sagen für den Nachmittag das eintreffen eines kräftigen Blizzards. Mit Blick auf die Wetterkarte und Erfahrung entschieden wir trotzdem auf zubrechen und bedächtig die Motive zu suchen die diese extrem Wettersituation zulies. Nach einigen Kilometern wurd klar das der Sturm bereits früher eintreffen würde; diffuses Licht, horizontal wehender Schnee lies uns auch mit dem Land Rover nur im  Schneckentempo voran kommen. Wir entschieden nach einem kurzen Stopp auf der Insel Gimsoy den Tag zu beenden und zurück zukehren.

Die Aufnahmen die dort entstanden suchen ihres Gleichen. Silhouetten artige Motive erscheinen im dramatischen Minimalistischen gewandt. Sensationell gut! Da hat am Abend die heiße Schokolade besonders gut geschmeckt. An Polarlichter war an diesem Abend ebenfalls nicht mehr zu denken und so beschlossen wir einen abenteuerlichen ersten Reisetag hier im hohen Norden, jenseits des Polarkreises.

Der nächste Tag wurde wieder etwas ruhiger und es wurde deutlich das es seit 20 Jahren keinen so starken Schneefall auf den Lofoten gegeben hatte. Am vergangen Abend wurde sogar die E10 weiter westlich auf der Insel Flakstadoy bei Vareid gesperrt und es war dort für die kommenden Tage kein durchkommen. Den Nusfjord, Ramberg und Reine werden wir so erst später in den kommende Tagen besuchen können.

Wir besuchten Unstad und hielten dort an wo bereits der Schnee etwas geräumt wurde. Insgesamt blieben jedoch viele Orte weiter unzugänglich, da sich sich der Schnee stellenweise weit über einen Meter hoch trümte. Die Straßenbauer und vielen ehrenamtlichen waren im ständigen Einsatz um die Straßen wieder freizuräumen und bei dem noch starken Winter und losen Schnee noch frei zu halten.